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Glossar

Das Glossar erklärt die Fachbegriffe des Kurses kurz und verweist auf das Kapitel, das sie einführt. Viele Begriffe des Cloud Computing bleiben auch auf den deutschen Seiten englisch, etwa Front-end, Deployment oder Snapshot, damit du sie in Dokumentationen, Fehlermeldungen und Werkzeugen wiedererkennst.

BegriffBedeutungKapitel
AlertmanagerNimmt die auslösenden Alerts von Prometheus entgegen, fasst ähnliche zusammen, unterdrückt Wiederholungen und leitet sie an Empfänger wie einen Webhook weiter.5.3
AlloyDer Agent, der auf jedem Node die Logs der Pods liest und an Loki schickt.5.2
AnsibleEin Werkzeug, das Server über SSH in einen beschriebenen Zielzustand bringt. Ein zweiter Lauf ändert nur, was noch nicht stimmt.2.2
ApplicationEin Objekt von Argo CD, das festlegt, welcher Ordner welches Repos in welchen Namespace gehört.4.4
ApplicationSetErzeugt Applications nach einem Muster, im Kurs eine pro Ordner unter members.4.5
Argo CDEin Satz von Controllern im Cluster, der Manifeste aus Git liest, mit dem Cluster vergleicht und ihn an Git angleicht.4.4
Burn RateWie schnell ein Dienst sein Fehlerbudget verbraucht. Bei einer Burn Rate von 1 ist das Budget genau am Ende des Zeitraums aufgebraucht.5.3
ChargebackDer Verbrauch wird dem Budget des Bereichs belastet, der ihn verursacht hat.3.3
CheckEin Skript des Kurses, das den Zustand deines Labs prüft und einen Bericht mit Hash schreibt. Mit den Screenshots belegen die Berichte der Checks die Basis eines Meilensteins.0.5
ClientDie VM, von der aus du auf smartlearn arbeitest, ein Kali-Linux-Desktop mit einem Browser für die Weboberflächen und einem Terminal für SSH zu den Servern. Mit eigenem Hypervisor übernimmt dein PC diese Rolle.0.2
ContainerEin Prozess mit eigener Sicht auf Dateisystem, Netz und Prozesse. Er teilt den Kernel mit dem Rechner und bringt nur seine Anwendung mit.1.3
Control PlaneDer Teil von Kubernetes, der den Cluster steuert, mit API-Server, Scheduler, Controllern und Datenbank. In k3s läuft sie auf dem Server.4.3
DatastoreEin Speicherort von OpenNebula. default hält die Images, system die Disks laufender VMs, files kleinere Dateien und ab Kapitel 6.2 backups die Backups der VMs.2.4
DeploymentHält eine Zahl gleicher Pods am Laufen und tauscht sie bei einem Update aus.4.3
DriftEine Abweichung des Ist-Zustands vom Code, etwa nach einer Änderung von Hand. tofu plan zeigt sie.4.1
ElastizitätRessourcen wachsen mit der Last und schrumpfen wieder, nach Regeln und ohne Eingriff von Hand.3.5
etcdEine verteilte Datenbank für den Zustand eines Clusters. Im Kurs ersetzt sie in Teil 6 SQLite, damit k3s Snapshots schreiben kann.6.2
ExporterEin Programm, das Messwerte eines Systems im Format von Prometheus anbietet, etwa node_exporter auf Port 9100.5.1
FehlerbudgetDer Anteil an Fehlern, den ein SLO erlaubt. Beim Webshop sind das 0,5 % der Anfragen über sieben Tage.5.3
Front-endDie VM, auf der OpenNebula die Cloud verwaltet, mit dem Dienst oned, dem Scheduler und der Weboberfläche. Im Kurs ist sie auch das Gateway des internen Netzes.0.2
GatewayDer Rechner, über den die VMs eines Netzes andere Netze erreichen. Im Kurs leitet das Front-end den Verkehr des internen Netzes mit NAT ins Internet.0.2
GiteaEin schlanker Git-Server mit Weboberfläche und Pull Requests. Im Kurs läuft er auf dem Front-end und hält das Repo platform.4.4
GitOpsDer Soll-Zustand liegt versioniert in Git, ein Agent im Cluster holt ihn sich und gleicht laufend ab. Änderungen machst du deshalb in Git.4.4
GrafanaZeigt Abfragen an Prometheus und Loki als Dashboards.5.1
GruppeFasst in OpenNebula die Benutzer eines Mandanten zusammen. Ein Gruppenadmin verwaltet die Leute seines Mitglieds selbst.3.1
HärtenAlles abschalten oder abschotten, was nicht gebraucht wird, im Kurs mit SSH nur über Schlüssel, einer Firewall und automatischen Updates.6.1
HashEine kurze Prüfsumme, die sich ändert, sobald sich der Inhalt ändert. Der Check-Bericht endet mit dem Hash seines Inhalts.0.5
HelmInstalliert Pakete in Kubernetes, sogenannte Charts, mit Werten, die du anpasst.4.2
HorizontalPodAutoscalerPasst die Zahl der Pods eines Deployments an eine Metrik an, meist an die CPU in Prozent des Requests. Kurz HPA.5.4
HypervisorTeilt einen physischen Rechner in mehrere virtuelle Maschinen mit eigenen CPUs, eigenem Speicher und eigenen Disks auf.1.3
IaaSInfrastructure as a Service. Der Anbieter liefert VMs, Netze und Speicher, Betriebssystem und Anwendung betreiben die Nutzenden selbst.1.2
ImageEine Disk, aus der VMs starten, etwa ein vorbereitetes Ubuntu. Es liegt in einem Datastore.2.4
Infrastructure as CodeInfrastruktur wird in Dateien beschrieben, versioniert und von einem Werkzeug angelegt, statt von Hand.4.1
InventarDie Datei, in der Ansible die Server und ihre Gruppen findet, dazu Werte, die für alle oder für einzelne gelten.2.2
k3sEine schlanke Kubernetes-Distribution als einzelnes Programm. Ein Server enthält die Control Plane, ein Agent führt nur Pods aus.4.3
KnotenEine VM, auf der OpenNebula die virtuellen Maschinen der Mitglieder ausführt. Im Kurs gibt es zwei Knoten mit KVM.0.2
KontextualisierungOpenNebula gibt einer VM beim Start Adresse, Namen, Schlüssel und Skripte mit, das Paket one-context richtet sie damit ein.2.4
KustomizeSetzt aus einer Vorlage und kleinen Anpassungen die Objekte für jedes Mitglied zusammen, ohne die Vorlage zu kopieren.4.5
KVMDer Hypervisor im Linux-Kernel. Er nutzt die Virtualisierungsfunktionen der CPU und führt die VMs auf den Knoten aus.0.2
Least PrivilegeJede Identität bekommt nur die kleinsten Rechte, mit denen sie ihre Aufgabe erfüllt, im Kurs etwa Prometheus mit lesenden Rechten.6.1
LimitRangeSetzt Standardwerte und Obergrenzen für Requests und Limits jedes Containers in einem Namespace.4.5
LogQLDie Abfragesprache von Loki. Eine Abfrage wählt zuerst Streams nach Labels und filtert dann den Text.5.2
LokiSammelt Logs zentral und behält sie über das Ende eines Pods hinaus. Es indexiert nur wenige Labels, nicht den Text.5.2
MandantEine Organisation, die eine Cloud mit anderen teilt und nur ihre eigenen Ressourcen sieht. Englisch Tenant.3.1
NATNetwork Address Translation ersetzt die Absenderadresse von Paketen, damit Rechner eines internen Netzes über eine einzige Adresse ins Internet kommen.0.2
NamespaceEin abgegrenzter Bereich im Kubernetes-Cluster. Im Kurs bekommt jedes Mitglied einen eigenen mit Quota und Regeln.4.3
Nested VirtualizationVerschachtelte Virtualisierung. Eine VM reicht die Virtualisierungsfunktionen der CPU an ihr eigenes Betriebssystem weiter, sodass darin wieder VMs laufen.0.2
netplanRichtet auf Ubuntu das Netz eines Servers aus YAML-Dateien in /etc/netplan/ ein. Im Kurs legt es die festen Adressen der drei Server fest.0.3
NetworkPolicyLegt fest, wer einen Pod im Netz des Clusters ansprechen darf. Ohne Regel erreicht jeder Pod jeden anderen.4.5
nftablesDas Paketfilter-Werkzeug von Linux. Im Kurs hält es die NAT des Gateways und die Firewall des Front-ends in je einer eigenen Tabelle.6.1
OllamaLädt offene Sprachmodelle und bietet sie über eine HTTP-Schnittstelle an. In den Zusatzaufträgen von Teil 5 kann es das lokale Sprachmodell der Plattform bereitstellen.5.5
OneDeployDie Sammlung von Ansible-Playbooks, mit der das OpenNebula-Projekt eine Cloud aus Front-end und Knoten installiert.2.2
OneFlowVerwaltet in OpenNebula Dienste aus mehreren VMs in Rollen und passt die Zahl der VMs nach Regeln an.3.5
OpenNebulaEine freie Plattform für Private Clouds. Sie verwaltet Knoten, Netze, Speicher und virtuelle Maschinen und teilt sie an Mandanten zu.2.2
OpenTofuEin Werkzeug für Infrastructure as Code, ein freier Fork von Terraform. Im Kurs legt es die VMs von k3s in OpenNebula an.4.2
PaaSPlatform as a Service. Der Anbieter betreibt auch Betriebssystem und Laufzeitumgebung, die Nutzenden bringen nur ihre Anwendung.1.2
Persönliche ParameterDie Werte deines Labs, die aus deinem persönlichen Code entstehen, etwa Hostnamen, das interne Netz und die Kennung des VXLAN. Sie liegen in /etc/cc-lab.env.0.3
PlaybookEine Datei, die beschreibt, welche Schritte Ansible auf welchen Servern ausführt.2.2
PodDie kleinste Einheit in Kubernetes, ein oder mehrere Container mit gemeinsamer Adresse.4.3
Pod Security AdmissionPrüft Pods gegen ein Sicherheitsprofil, das ein Label am Namespace festlegt. Das Profil restricted weist Pods ab, die etwa als root laufen.6.1
PostmortemEin Bericht nach einer Störung mit Ablauf, Auswirkung, beitragenden Ursachen und Massnahmen, ohne Schuldige zu suchen.6.3
Private CloudEine Cloud für eine einzige Organisation. Teilen sich mehrere Organisationen mit gemeinsamen Anforderungen eine Cloud, wie bei Wolkenwerk Bern, heisst sie Community Cloud.1.2
PrometheusFragt Messwerte in festen Abständen ab und speichert sie als Zeitreihen, ein Name mit Labels und Werten mit Zeitstempel.5.1
PromQLDie Abfragesprache von Prometheus, etwa für Raten, Summen und Perzentile über Zeitreihen.5.1
ProviderÜbersetzt in OpenTofu die Blöcke im Code in Aufrufe einer API, etwa der API von OpenNebula auf Port 2633.4.2
Pull RequestEin Antrag in Gitea, einen Branch in main zu übernehmen. Andere prüfen die Änderung, bevor sie gilt.4.5
QuotaEine Obergrenze für die Ressourcen, die eine Gruppe oder ein Benutzer belegen darf.3.2
RBACRole-Based Access Control. Kubernetes erlaubt einer Anfrage nur, was eine Role oder ClusterRole dem Absender über ein Binding gibt.6.1
Recording RuleEine Regel, die Prometheus regelmässig ausrechnet und als neue Zeitreihe speichert, damit Alerts und Dashboards schnell darauf zugreifen.5.3
Regel 3-2-1Drei Kopien wichtiger Daten auf zwei verschiedenen Medien, eine davon ausser Haus.6.2
ResourceQuotaBegrenzt, was alle Pods eines Namespaces zusammen an CPU, Speicher und Objekten anfordern dürfen.4.5
Right-SizingDie reservierten Ressourcen an den gemessenen Verbrauch anpassen.6.4
RPORecovery Point Objective. Der Zeitpunkt, bis zu dem Daten nach einem Ausfall wiederhergestellt sein müssen, also wie viel Datenverlust tragbar ist.6.2
RTORecovery Time Objective. Die längste Zeit, die ein Dienst ausfallen darf, bevor der Schaden nicht mehr tragbar ist.6.2
RunbookEine Anleitung für eine wiederkehrende Störung mit Symptomen, ersten Prüfungen und Massnahmen.6.3
SaaSSoftware as a Service. Die Nutzenden beziehen eine fertige Anwendung und verwalten nur ihre Daten und Zugriffsrechte.1.2
SchutzbedarfWie stark Daten und Dienste bei Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit zu schützen sind, gemessen am Schaden eines Verlusts.1.4
Sealed SecretsVerschlüsselt ein Secret mit dem öffentlichen Schlüssel eines Controllers zu einem SealedSecret, das in Git darf. Nur der Controller kann es entschlüsseln.6.1
Self-HealArgo CD setzt zurück, was jemand im Cluster von Hand ändert, damit der Cluster wieder Git entspricht.4.4
Self-ServiceEin Mitglied holt sich Ressourcen selbst, wenn es sie braucht, innerhalb des Rahmens, den das Plattform-Team vorgibt.3.4
ShowbackZeigt jedem Bereich, was er verbraucht hat, ohne dass Geld fliesst. OpenNebula rechnet dafür mit Preisen aus der Vorlage.3.3
SLAService Level Agreement. Eine Vereinbarung mit dem Mitglied über die Qualität eines Dienstes, mit Folgen, wenn sie verfehlt wird.6.3
SLIService Level Indicator. Eine Messung, wie gut ein Dienst aus Sicht der Kundschaft arbeitet, meist als Anteil guter Ereignisse.5.3
SLOService Level Objective. Das interne Ziel für einen SLI über einen Zeitraum, beim Webshop 99,5 % der Anfragen ohne Serverfehler über sieben Tage.5.3
SnapshotEin gespeicherter Stand zu einem Zeitpunkt, in smartlearn von einer ganzen VM, in k3s von der Datenbank des Clusters. Mit einem Snapshot von etcd und dem Token des Servers lässt sich der Cluster auf diesen Stand zurücksetzen.0.4, 6.2
SprachmodellEin Modell, das Text Token für Token erzeugt. Es schreibt wahrscheinliche Texte und prüft nicht, ob sie stimmen.5.5
SSH-SchlüsselEin Paar aus privatem und öffentlichem Schlüssel, mit dem du dich ohne Passwort an einem Server anmeldest. Nach der Härtung in Kapitel 6.1 nimmt das Front-end nur noch Schlüssel an.0.5
StateDie Datei, in der OpenTofu festhält, welches Objekt in OpenNebula zu welchem Block im Code gehört. Sie enthält geheime Werte und gehört nicht in Git.4.1
SunstoneDie Weboberfläche von OpenNebula auf Port 2616 des Front-ends, für das Plattform-Team und die Mitglieder.2.1
TLSTransport Layer Security. Verschlüsselt eine Verbindung, macht Veränderungen unterwegs erkennbar und weist den Server mit einem Zertifikat aus.6.1
TriageDie erste Einschätzung eines Alerts. In den Zusatzaufträgen baust du einen Dienst, der mit dem lokalen Modell eine Ursache und eine Aktion aus einer festen Liste vorschlägt. Ein Mensch gibt sie frei.5.5
VDCVirtual Data Center. Ein Ausschnitt der Infrastruktur, den OpenNebula einer oder mehreren Gruppen zuteilt.3.1
VollkostenAlle Kosten eines Dienstes, neben Hardware und Strom auch Arbeit und weitere Posten. Bei einer kleinen Plattform macht die Arbeit den grössten Teil aus.6.4
VorlageBeschreibt in OpenNebula eine VM, aus der du beliebig viele VMs startest, im Kurs etwa ubuntu.2.4
VXLANEin Verfahren, das ein Netz für VMs in UDP-Paketen über ein bestehendes Netz trägt. Im Kurs verbindet es die VMs deiner Cloud über das Front-end und die Knoten.2.3

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